#schongewusst? - Was ist Arthrose?

Die Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der der schützende Knorpel im Gelenk durch degenerative Prozesse nach und nach abgebaut wird. Dieser sogenannte Gelenkverschleiß kann zu Schmerzen, Steifheit und einer eingeschränkten Beweglichkeit führen.
Arthrose zählt zu den häufigsten Gelenkerkrankungen weltweit und betrifft besonders ältere Menschen. Grundsätzlich kann jedoch jedes Gelenk betroffen sein – am häufigsten treten Beschwerden im Knie, in der Hüfte, in den Händen oder in der Schulter auf.

Typische Symptome bei Arthrose
Betroffene berichten häufig über:

  • Belastungsschmerzen im Gelenk
  • Anlaufschmerzen (z. B. morgens oder nach längerem Sitzen)
  • Steifheitsgefühl
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Schwellungen oder Reizzustände
  • Im fortgeschrittenen Stadium können die Schmerzen auch in Ruhe auftreten.

 
Wie wird Arthrose behandelt?
Die Behandlung der Arthrose richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, der Schmerzintensität und den individuellen Lebensumständen. Grundsätzlich wird zwischen konservativen und invasiven Maßnahmen unterschieden.

 
Konservative Therapie bei Arthrose
Studien wie die von Fransen et al. (2015) sowie Hochberg et al. (2012) zeigen deutlich:
Gezielte physiotherapeutische Bewegungsübungen sind ein zentraler Bestandteil der Arthrosebehandlung.

Physiotherapie und Bewegungstherapie - Individuell angepasste Übungen können:

✔ die Gelenkfunktion verbessern
✔ die Beweglichkeit erhalten
✔ die Muskulatur kräftigen
✔ Schmerzen reduzieren
✔ die Belastbarkeit steigern

Wichtig ist eine regelmäßige und kontrollierte Durchführung unter fachlicher Anleitung.

Medikamentöse Unterstützung - Zur Schmerzreduktion kommen häufig:

  • Schmerzmittel
  • nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) zum Einsatz. Diese sollten jedoch immer ärztlich abgestimmt werden.

 
Invasive Maßnahmen bei fortgeschrittener Arthrose
Wenn konservative Therapien nicht mehr ausreichen, können weitere Behandlungsoptionen infrage kommen:

  • Injektionen mit Hyaluronsäure
  • Kortikosteroid-Injektionen zur Entzündungshemmung
  • Operative Eingriffe
  • In schweren Fällen kann eine Operation in Form einer Totalendoprothese (TEP) notwendig werden, bei der das geschädigte Gelenk durch ein künstliches ersetzt wird (z. B. Knie-TEP oder Hüft-TEP).

Arthrose im Alltag: Was Sie selbst tun können
Ein aktiver Lebensstil ist einer der wichtigsten Faktoren im Umgang mit Arthrose.

Empfehlenswert sind:

  • Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung (z. B. Radfahren, Schwimmen, gezieltes Training)
  • Anpassung der Belastung an das individuelle Schmerzlevel
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht zur Entlastung der Gelenke
  • Regelmäßige ärztliche Begleitung
  • Bewegung wirkt wie „Gelenkschmiere“ und unterstützt die Versorgung des Knorpels.
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